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Chronik 50 Jahre

Am Rosenmontag des Jahres 1957 fand in der ehemaligen Gaststätte "Stadt-Schenke" in Hochheide ein gemütliches Karnevalskränzchen statt. An diesem Abend wurde die K.G. Narrenzunft Homberg gegründet. Als Präsident wurde Theo Querbach gewählt. Am 11.11.1957 wurde die erste Prunksitzung im Rheingarten gefeiert.

Im November 1960 wurde Präsident Theo Querbach für seine Liedertexte vom amtierenden 1.Senatspräsidenten Bernhard Mees geehrt. Dies war dann auch die Zeit eines Hofnarren, der mit grün-weißem Kostüm, dem Homberger Stadtwappen, der Stadt Homberg die K.G. Narrenzunft erst Öffentlich richtig bekannt machte.

1961 erlebte erstmalig das Homberger Rathaus eine Erstürmung durch Möhnen und das Funkencorps mit Kanonenwagen. Dem damilgen Bürgermeister Fred Bongartz blieb nur übrig, die weiße Fahne zu hissen.

In jeder Session wurden 2 Prunksitzungen im Rheingarten veranstaltet. Die Sitzungstradition wurde jäh unterbrochen, als im Jahre 1969 die Hochburg der K.G. Narrenzunft Homberg, der Rheingarten, abgerissen wurde. Nun brach für die Gesellschaft eine schwere Zeit an. Da in Homberg kein Saal zur Verfügung stand, in dem man eine Sitzung hätte veranstalten können, war man darauf angewiesen, in Gaststätten und ins Vereinshaus auszuweichen. Die Einahmen sanken, die Ausgaben stiegen....
Dennoch unterstützte die K.G. Narrenzunft Homberg alle im Kulturausschuß Kreis Moerser Karneval angeschlossenen Gesellschaften durch ihre Auftritte.

1972 wurde dann zum erstenmal eine Prunksitzung in der Glückauf Halle durchgeführt. Somit war ein neuer geselliger Ort für die Bürger gefunden.

1973 legte Präsident Theo Querbach nach 16 jähriger Amtsführung sein Mandat nieder. Sein Nachfolger wurde Wilfried Deininger In dieser Zeit fiel auch die Gründung der Showtanz Gruppe "Starlights", die von Elke Bongartz, selbst aktive Tänzerin, mit viel Energie aufgebaut wurde. Durch Hinzunahme von Beleuchtungselementen mit entsprechenden Lichteffekten brachten die Starlights etwas ganz Neues in den Karneval. So konnte es auch nicht ausbleiben, dass sie bei vielen Wettbewerben Siege errangen, aber auch den Namen der K.G. Narrenzunft und auch den der Stadt Homberg weit über seine Grenzen hinaus trugen.
Alles in allem gesehen fühlten sich alle Narrenzünftler dem Ruf verpflichtet:"Alle Narren machen mit."

So waren viele Mitglieder nicht nur aufgerufen, sondern auch viele sehr aktiv beim Wagenbau wie auch der Bühnengestaltung in der Glückauf Halle.

Erstmalig wurde ein Motivwagen unter dem Titel "Sesamstrasse" erstellt.

1975 fand auch die erste Herrensitzung in der Glückauf Halle statt, die ob der positiven Resonanz bis heute zum Veranstaltungsprogramm gehört.

1975 war aber auch das Jahr der Eingemeindung der Stadt Homberg in die Stadt Duisburg, dem auch die Narrenzunft Rechnung trug. So trat die K.G. Narrenzunft dem Hauptausschuß Duisburger Karneval bei, ohne dem Grafschafter Kulturausschuß mit den befreundeten angeschlossenen Vereinen untreu zu werden. Es konnten nun aber zusätzlich neue freundschaftlich Bände zu Vereinen der rechten Rheinseite geschlossen werden.

Im Jahr 1976 wurde der Narrenzunft Homberg beim Hoppeditzerwachen von den Ehrensenatoren Mechthild Kratky, Fred Bongartz, Arno Hielscher, Hans Günter Hinsken dem Ehrenpräsident Theo Querbach, Andreas Schäffer und Theo Bruchhaus die neue Standarte überreicht.

1977 wurde wieder ein Höhepunkt für die K.G. Narrenzunft, denn sie konnte ihren 20. Geburtstag feiern und erstmalig auch ein Prinzenpaar innerhalb des Kulturausschusses Grafschafter Karneval stellen, dem viele befreundete Vereine angehören. Gekürt wurden Theo Querbach ( erster Präsident der Narrenzunft ) und seine Frau Trude Querbach. Unterstützt wurden sie von Ministern, die Mitglieder der Narrenzunft sind.

1980 wurde erstmalig mit dem Werbering "Alt-Homberg" in Gemeinschaft das Rathaus gestürmt, das zur Gefangennahme des Bezirksvorstehers Wilhelm Otto führte, der auch sehr schnell den Rathausschlüssel den Narren übergab.

1982 konnte die K.G. Narrenzunft schon ihren 25. Geburtstag feiern und wieder für die Session 81/82 aus ihren Reihen ein Prinzenpaar stellen.

Am 14. November 1981 wurden Eduard Deinert und Christel Deinert zum Prinzenpaar gekürt. Auch sie wurden bei ihrem Hofstaat von Mitgliedern der Gesellschaft tatkräftig unterstützt.

1983 gab es durch den zu früh verstorbenen Vizepräsidenten die ersten Änderungen im langjährigen Vorstand.

1984 wie auch die Sessionen 1984/85 und 1985/86 erfreute sie die Gesellschaft unter der Leitung von Wilfried Deininger großer Veranstaltungserfolge. So waren in den letzten Jahre mehrfach Gäste aus Amerika anwesend, zuletzt in der Session 1985/86 sogar mit 37 Karnevalisten aus zwei Vereinen.

Die karnevalslose Zeit 1986 begann dagegen mit vielen Problemen und Schwierigkeiten. Der Anlass war die unwiderrufliche Rücktrittserklärung des Präsidenten Wilfried Deininger. Als neuer Präsident wurde Klaus Ruberg gewählt.

Mit der Gewinnung der Mitglieder Franz und Medy Kratky zum Prinzenpaar der Session 1986/87 im Kulturausschuß Grafschafter Karneval gelang der K.G. Narrenzunft zum dritten Mal in Folge zu einem Jubiläum, die Stellung eines Prinzenpaares. Diese Entwicklung erleichterte dem neuen Präsidenten erheblich den Start und trug auch zur Motivation vieler aktiver Mitglieder bei.

Wenn auch dieser Start gut gelang, musste der Präsident sich in den Folgejahren vielen Herausforderungen stellen.

Die Vorstandsmitglieder wurden gefordert und mussten sich auch den neuen Entwicklungen in der Bevölkerungsstruktur in Homberg anpassen. So nahm die Besucherzahl der Veranstaltungen in der Glückauf Halle besonders bei den Prunksitzungen merklich ab. Das führte zunächst u.a. auch dazu, dass man die finanziellen Wünsche von zwei Showtanzgruppen nicht mehr erfüllen konnte, was letztlich zu deren Austritt aus der Gesellschaft führte. Durch mehrmaligen Trainerwechsel bei den Tanzgarden wurde das damalige Aushängeschild der Narrenzunft langsam zum Sorgenkind. Das die Garde heute bezüglich Tanz und Zusammenhalt gut dasteht, ist der Verdienst der Trainerin Nadine Raschdorf und der Betreuerinnen.

Im Jubiläumsjahr sind die Narrenzünftler auf die praktizierte Jugendarbeit ganz stolz.Sie kann nunmehr die Große Garde und Showtanzgruppe "Eternal Flames" mit 16 Tänzerinnen, eine Mittelgarde mit 19 Tänzerinnen und eine Kleinegarde mit 15 Tänzerinnen pränsentieren.
Eine ganz besondere Freude verbreitet das Herrenballett " Die Mönche aus dem Scheunenkloster" mit 8 Aktiven.

Im Jahre 1990 stellte eine Gruppe den Antrag auf Aufnahme in die Narrenzunft Homberg, die bereits seit Jahren an Nelkensamstagszügen in Musketiergewändern teilgenommen haben. Seit dieser Zeit sind diese weiterhin in Musketier-Outfit als "Musketiere der Narrenzunft Homberg" Mitglieder der Gesellschaft.

Sie haben einen Trommelchor auf die Beine gestellt und bereichern mit ihren Auftritten das karnevalistische Geschehen.

Bald war jedoch der Moment gekommen, wo man über die Veranstaltungen in der Glückauf halle nachdenken musste. Liebgewordene Highlights mussten aufgegeben werden. Zuerst fiel der Nelkensamstagsball dem Rotstift zum Opfer.

Dann trennte man sich schweren Herzens von der Prunksitzung, wofür die Gesellschaft ab 1997 Damensitzungen abhält. Diese sind sehr gut angenommen worden.

Eine ganz besondere Freude im sogenannten Milleniumsjahr war das Prinzenpaar des Kulturausschusses Grafschafter Karneval aus den Reihen der KG Narrenzunft Homberg, Werner I. und Angelika II. (Kratky). Durch ihre hervorragenden Auftritte und ihre besondere Ausstrahlung haben sie mit ihrer gesamten Prinzencrew die Narrenzunft phantastisch vertreten.

Im Jahr 2001 löste Manfred Becker den langjährigen Präsidenten Klaus Ruberg ab und fürht seither die Gesellschaft.

Leider muss der traditionelle Silvesterball ab 2006 aufgegeben werden, weil das Teilnahmeinteresse nachließ und insbesondere die hohen Gebühren durch die Einnahmen nicht mehr gedeckt werden konnten.

Solche Rückschläge müssen verkraftet werden, aber es gibt immer Highlights, die eine Fortsetzung unseres Auftrages, nämlich das närrische Brauchtum zu bewahren, leicht machen.

Hervorzuheben ist die Arbeit der Organisationsleitung. Mit ihren gebauten Motivwagen wurden sie in den Jahren 1999 - 2010 von der Zugleitung des Duisburger Rosenmontagszuges mit Pokalen ausgezeichnet.